Sorgfältig bepackt

Caravan Urlaub

Auch in der Ferne will der deutsche Urlauber möglichst wenig vom heimatlichen Komfort vermissen. Geht es mit dem eigenen Gefährt in die Ferien, wird deshalb nicht selten der halbe Hausstand eingepackt. Die vollgestopften Pkws, Caravans und Wohnmobile sind jedoch auf der Straße ein großes Risiko für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer.

Grund für die überladenen Gefährte ist häufig mangelndes Wissen darüber, was der eigene Wagen an Gepäck so aufnehmen kann und darf. Und auch das Bewusstsein, welche Folgen eine Überladung hat, ist selten vorhanden. „Ich fahr ja vorsichtig“, denken sich viele Urlauber, packen noch einen Koffer drauf und glauben, damit sei es getan.

Eine eingeschränkte Sicht und, bei einer Vollbremsung, herumfliegende Teile, ein viel zu langer Bremsweg oder platzende Reifen sind Konsequenz von zu viele Gepäck im Auto. Schwere Unfälle oder, bemerkt die Polizei das Zuviel an Gepäck, ein deftiges Bußgeld können die Folge sein. Tritt der schlimme Fall ein und es knallt richtig, kann die Versicherung die Zahlung im Falle einer Überladung wegen Fahrlässigkeit verweigern – dann nützen also weder Haftpflicht- noch Vollkaskoversicherung.

Will man also sicher und mit gutem Gewissen den Urlaub antreten, gilt es planvoll zu packen. Einen Richtwert bietet die Differenz zwischen Leermasse und zulässiger Gesamtmasse des Fahrzeuges. Bei Wohnwagen & Co. gilt zu bedenken, dass eine Last von mehr als 3.500 kg etliche Nachteile mit sich bringt. Das Gefährt darf nicht überholen und auf Autobahnen nicht schneller als 80 km/h Stunde fahren.

Letzte Sicherheit bringt das Wiegen das Fahrzeuges mit „Reisegewicht“ (also Gepäck plus mitfahrende Personen) beim TÜV oder der Dekra. Außerdem sollten die Gepäckstücke gleichmäßig verteilt sein und gut festgezurrt werden. So kann man den Urlaub dann ganz entspannt antreten.

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